Der Ottakringer Kollegentag

ist die Vereinigung der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Realgymnasiums (vormals Realschule)
Wien 16, Schuhmeierplatz 7.


Mitglieder können alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler werden,
durch Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages von derzeit € 18,- (von Studierenden wird ein Beitrag in beliebiger Höhe anerkannt).
Sonst bestehen keine weiteren Verpflichtungen!

Die Ziele des OKT sind:

- Die kollegiale Verbundenheit der ehemaligen Schülerinnen und Schüler untereinander zu fördern
   und eine Basis für Netzwerke zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung zu bieten

- Kontakte zu Schule und Lehrerschaft zu pflegen

- Die Schule in Bereichen finanziell zu unterstützen, welche für die Schülerinnen und Schüler nützlich sind, aber nicht durch den Schulerhalter getragen werden können, z.B. bei iT-Ausstattung, Sportgeräten, Musikinstrumenten, Unterrichtsbehelfen, etc.

OKT-Datenbank:

Der Ottakringer Kollegentag verfügt zur Zeit über
ca. 10.000 Adressen ehemaliger Schülerinnen und Schüler
– welche selbstverständlich nur im Sinne des Vereinszweckes (z.B. für die Organisation von Klassentreffen) Verwendung finden – und versendet an diese (per Post oder per e-Mail) einmal jährlich seine »Mitteilungen«, die über die Ereignisse des abgelaufenen Jahres informieren.

In der OKT-Datenbank kann jedes Mitglied seine Daten selbst aktuell halten und auch bestimmen, welche Informationen nur dem OKT-Vorstand, dem jeweiligen Maturajahrgang oder allen registrierten Mitgliedern zur Verfügung stehen sollen.
Sie können dort gezielt nach Namen, Maturajahrgang, etc. suchen und sehen dann alle freigegebenen Daten. Auch eine Liste (teilw. mit Fotos) der oben beschriebenen Sponsortätigkeit ist in der Datenbank enthalten.


Gründung und Geschichte:

Im September 1899 erfolgte nach über 20-jährigen Bemühungen endlich die Gründung einer Realschule in Ottakring, sieben Jahre nach der Aufnahme der beiden Dörfer Ottakring und Neulerchenfeld in die Gemeinde Wien.

Begonnen hat es mit dem OKT im Jahre 1911: "Für den 27. März 1911, 8 Uhr abends, werden die Abiturienten aller Jahrgänge der k.k.Staatsrealschule XVI in L. Pertholds Restaurant "Zum Auge Gottes", XVI, Ottakringerstraße 128 zu einer Besprechung zwecks Gründung eines Abiturientenvereins eingeladen." Diese Eintragung im Protokollbuch nennt uns die Geburtsstunde des "ersten" Ottakringer Kollegentages. Das Vereinsleben wurde aber bald durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges unterbrochen. Viele ehemalige Schüler kehrten nicht mehr zurück. In den Jahren nach dem Krieg nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf und engagierte sich im Jahre 1924 beim 25-Jahr-Jubiläum der Schule. In den folgenden Jahren erlosch das Vereinsleben, die Freundschaft der Absolventen des Schuhmeierplatzes lebte aber in der Singvereinigung "Barden" weiter.

Es kam der 2. Weltkrieg: Wieder gab es viele Opfer. Das damals noch vorhandene Vereinslokal wurde von der Besatzungsmacht zerstört und dadurch ging das Archiv verloren, nur wenige Restbestände sind vorhanden.

Im Schuljahr 1949/50 beschlossen ehemalige Schüler des BRG 16, den Ottakringer Kollegentag wieder aufleben zu lassen. Am 2. Juni 1950 erfolgte dann die offizielle Gründung des "zweiten" OKT, am 25. November 1950 fand das 1. Kollegentreffen der Nachkriegszeit statt, an dem fast 500 Personen teilnahmen.

Durch den großen Einsatz der Gründungsmitglieder und durch den außergewöhnlich regen Zuspruch, den der Verein durch die Kolleginnen und Kollegen erfuhr, konnte er eine Reihe von Aktivitäten entwickeln. Alljährlich fand ein Treffen statt, sodaß wir heuer (2018) stolz das 69. Treffen feiern können. Daneben gab es einen weiteren Fixpunkt im Jahresablauf: In den Jahren 1954 bis 1963 veranstaltete der OKT alljährlich einen Ball. Da aber die finanzielle Belastung mit der Zeit nicht mehr vertretbar war, mußten diese Ballveranstaltungen leider eingestellt werden.

Im Jahre 1954 wurde eine weitere Tradition ins Leben gerufen: Nach der Matura wurden die Maturantinnen und Maturanten zu einem Abendessen eingeladen, wo ihnen zur bestandenen Reifeprüfung gratuliert wurde. Gleichzeitig sollten sie den Ottakringer Kollegentag kennenlernen. Als es im Jahre 1990 Terminprobleme gab, wurde in Absprache mit dem damaligen Direktor der Schule, Hofrat Mag. Werner Stöckl, diese Feier in die Schule verlegt.
Seit damals lädt der Ottakringer Kollegentag die Maturantinnen und Maturanten, die Direktion, die Damen und Herren, die in den Maturaklassen unterrichteten sowie die Vertreter des Elternvereins im Anschluß an die Maturazeugnisverteilung zu einem Buffet ein. Darüber hinaus werden auch besondere Matura-Jubiläumsjahrgänge eingeladen. Diese Einladung der Jubiläumsjahrgänge zur Zeugnisverteilung war eine Initiative von Hofrat Dr. Karl Gebhart, der von 1970-1980 Direktor der Schule war.

Die treibende Kraft bei der Wieder-Gründung des OKT im Jahre 1950 war Dipl.-Ing. Hans Pfeifer. Er war schon im "ersten" Kollegentag für den Verein tätig und verfolgte mit Ausdauer und Zähigkeit das Wiederbeleben des Vereinszieles.
In den Statuten wurde festgelegt:
"Der Verein "Ottakringer Kollegentag" (OKT) dient dem Zweck, die kollegiale Verbundenheit der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Realgymnasiums bzw. der Realschule Wien 16., Schumeierplatz untereinander und mit den Lehrerinnen und Lehrern zu pflegen und die Schule finanziell zu unterstützen."

Diese finanzielle Unterstützung der Schule aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden betrug im Durchschnitt der letzten Jahre ca. € 4000,- jährlich.

Als Dipl.-Ing. Pfeifer im Jahre 1972 starb, übernahm Dipl.-Ing. Hans Binder die Funktion des Obmanns mit viel Energie und Tatkraft. Aus gesundheitlichen Gründen mußte er sie allerdings bereits 1974 zurücklegen.

Von 1975 bis 2000 leitete Dr. Wilhelm Noverka den Ottakringer Kollegentag. Obwohl als Rechtsanwalt voll ausgelastet, opferte er dem OKT einen großen Teil seiner Freizeit und unterstützte und förderte ihn ideell und materiell in höchstem Maße. Bis heute erinnern sich viele Vorstandsmitglieder gerne an die Abende in der Anwaltskanzlei, wo bei Brötchen und Getränken, welche Dr. Noverka auftischte, jedes Jahr mehr als tausend "OKT-Mitteilungen" kuvertiert wurden.

Danach übernahm der langjährige Rechnungsprüfer des OKT, HR Dipl.-Ing. Friedrich Wailzer die Obmannstelle und gewann durch seine motivierende Tätigkeit nicht nur einige neue Vorstandsmitglieder hinzu, sondern auch hohe Akzeptanz von Seite der Schule. In seine Ära fallen die Gründung des OKT-Sommerfestes 2005, welches sich seither mit über 200 Besuchern zu einem beliebten Fixpunkt im Schulleben entwickelt hat, und der Start der OKT-Homepage www.okt-16.at.

2012 folgte ihm sein bisheriger Stellvertreter DI Dr. Andreas Redling nach und setzt seitdem mit einem verjüngten Vorstandsteam die über 100-jährige OKT-Tradition fort.

Es waren aber nicht nur die Obmänner, die an dieser Stelle dankend erwähnt werden sollen. Ein Name sollte in dieser Beschreibung nicht fehlen: Komm.Rat Engelbert Katt war 43 Jahre lang (1957 bis 2000) Kassier des OKT!

Allen, - in welcher Funktion auch immer - die für unseren Verein ehrenamtlich tätig waren und sind, wollen wir an dieser Stelle herzlich danken.

Der größte D a n k

gilt aber allen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden die Aktivitäten unseres Vereins für die Schule erst ermöglichen.

Wir wünschen der Schule und allen Absolventinnen und Absolventen alles Gute!
Ad multos annos!